Grünes Curry selbst zubereiten – Mein authentisches Thai-Rezept

BenCondito - Wiener GewürzManufaktur
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Grünes Thai Curry in einer Schale serviert mit Reis

Kennst du das? Du sitzt in einem Thai-Restaurant, löffelst dieses wunderbar duftende grüne Curry und denkst: "Das könnte ich nie selbst kochen." Ich war genau an diesem Punkt – bis ich während einer Reise durch Thailand von einer einheimischen Köchin in die Geheimnisse der Thai-Küche eingeweiht wurde. Heute teile ich mit dir, wie du ein authentisches grünes Thai Curry selbst zubereiten kannst, das dich und deine Gäste begeistern wird. Keine komplizierten Techniken, keine unmöglichen Zutaten – nur ehrliche, aromatische Küche mit einem Hauch Fernweh.

Als ich das erste Mal versuchte, grünes Curry zu kochen, war das Ergebnis... sagen wir mal, interessant. Aber mit jedem Versuch wurde es besser, und heute gehört es zu meinen absoluten Lieblingsgerichten. Das Schöne daran: Du kannst es ganz nach deinem Geschmack anpassen – schärfer, milder, mit Hähnchen, Tofu oder nur mit Gemüse. In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du dieses aromatische Gericht zauberst, das deine Küche in eine kleine Ecke Thailands verwandelt.

Die Zutaten für ein perfektes grünes Curry

Bevor wir in die Zubereitung einsteigen, lass uns über die Zutaten sprechen, die deinem grünen Curry seinen unverwechselbaren Geschmack verleihen. Das Herzstück ist natürlich die grüne Currypaste – sie gibt dem Gericht nicht nur die Farbe, sondern auch den charakteristischen Geschmack und die Schärfe.

Die Basis-Zutaten

  • Grüne Currypaste (die Seele des Gerichts)
  • Kokosmilch (am besten ungesüßt)
  • Hähnchenbrust (alternativ: Tofu, Garnelen)
  • Verschiedenes Gemüse (Zucchini, Paprika, Auberginen)
  • Fischsauce (gibt die typische Würze)
  • Palmzucker (für die Süße)
  • Limettensaft (für die Frische)
  • Thai-Basilikum und Koriander (für das Aroma)
Ein Tipp aus meiner Thai-Küche: Wenn du die Kokosmilchdose nicht schüttelst, kannst du die dickere Kokoscreme, die sich oben absetzt, zuerst verwenden, um die Currypaste anzubraten. Das intensiviert den Geschmack enorm!

Schärfegrad der Currypasten

Die Farbe der Currypaste verrät dir, wie scharf dein Curry wird:

  • Grüne Paste: Am schärfsten
  • Rote Paste: Mittlere Schärfe
  • Gelbe Paste: Mild, gut für Kinder geeignet

Wenn du ein authentisches Curry zubereiten möchtest, lohnt sich der Gang in einen Asia-Markt. Dort findest du nicht nur die Currypaste, sondern auch spezielle Zutaten wie Kaffir-Limettenblätter, Thai-Basilikum und kleine Thai-Auberginen, die dem Gericht eine besondere Note verleihen.

Vorbereitung und wichtige Tipps

Die Zubereitung eines grünen Currys ist eigentlich ganz einfach, aber ein paar Tricks helfen dir, ein wirklich authentisches Ergebnis zu erzielen. Hier sind meine wichtigsten Tipps, bevor wir zum eigentlichen Rezept kommen:

Die richtige Paste

Verschiedene Currypasten in kleinen Schälchen

Kaufe am besten eine authentische Thai-Currypaste. Die Marke "Mae Ploy" ist in vielen Asia-Märkten erhältlich und sehr zu empfehlen. Wenn du es milder magst, nimm einfach weniger Paste.

Die perfekte Kokosmilch

Kokosmilch wird in einen Wok gegossen

Verwende unbedingt Kokosmilch mit hohem Fettgehalt für ein cremiges Curry. Die Dose vor dem Öffnen nicht schütteln, damit sich die Kokoscreme oben absetzt.

Das richtige Gemüse

Frisches Gemüse für grünes Curry

Schneide das Gemüse in mundgerechte Stücke und beachte die unterschiedlichen Garzeiten. Feste Gemüsesorten wie Karotten kommen zuerst in den Topf, zartere wie Zuckerschoten erst später.

Kann ich die Currypaste selbst herstellen?

Ja, das ist möglich, aber recht aufwendig. Du brauchst dafür Zutaten wie Zitronengras, Galangal, Kaffir-Limettenblätter, grüne Chilis, Schalotten, Knoblauch, Korianderwurzeln und Kreuzkümmel. Alles wird im Mörser zu einer Paste zerstampft. Für Einsteiger empfehle ich, mit einer fertigen Paste zu beginnen.

Wie lagere ich übrig gebliebene Currypaste?

Übrig gebliebene Currypaste kannst du in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank bis zu einem Monat aufbewahren. Alternativ kannst du kleine Portionen einfrieren – so hast du immer etwas zur Hand, wenn dich die Lust auf ein schnelles Curry packt!

Passendes Rezept zu: Grünes Thai Curry

Authentisches Grünes Thai Curry

Dampfendes grünes Thai Curry mit Hähnchen und Gemüse in einer Schale serviert

Beschreibung des Gerichts: Dieses authentische grüne Thai Curry ist ein aromatisches Gericht aus der thailändischen Küche, das mit seiner perfekten Balance aus Schärfe, Süße und Säure überzeugt.

Geschmack und Zutaten: Die Kombination aus cremiger Kokosmilch, würziger grüner Currypaste, zartem Hähnchen und knackigem Gemüse sorgt für ein Geschmackserlebnis, das dich direkt nach Thailand versetzt.

Besondere Merkmale: Die Zubereitung ist einfacher als gedacht und das Ergebnis beeindruckt selbst anspruchsvolle Gaumen. Ein perfektes Gericht für Einsteiger in die Thai-Küche!

Von

Leserbewertung: 4.7 von 5 Sternen bei 42 Bewertungen ★★★★☆

  • Vorbereitung:
  • Kochzeit:
  • Gesamtzeit:
  • Schwierigkeitsgrad: ★★☆ (Mittel)
Rezeptkategorie: Hauptgericht
Küchenart: Thailändisch
Ernährung: Glutenfrei

Nährwerte pro Portion

Kalorien: 464 kcal

Fett: 41 g

Eiweiß: 7 g

Kohlenhydrate: 16 g

Zubereitung für Grünes Thai Curry

Zutatenliste für 4 Portionen.

Alle Zutaten für grünes Thai Curry auf einem Holzbrett arrangiert
  • 500 g Hähnchenbrust, in Streifen geschnitten
  • 2-3 EL grüne Currypaste (je nach gewünschter Schärfe)
  • 800 ml Kokosmilch (2 Dosen)
  • 1 Zucchini, in Stücke geschnitten
  • 1 rote Paprika, in Streifen geschnitten
  • 150 g Zuckerschoten
  • 2-3 EL Fischsauce
  • 2 EL Palmzucker (alternativ: brauner Zucker)
  • Saft einer Limette
  • 1 Bund Thai-Basilikum (alternativ: normales Basilikum)
  • 1/2 Bund frischer Koriander
  • 2 Kaffir-Limettenblätter (optional)
  • 1 EL neutrales Öl zum Braten
  • Jasminreis zum Servieren
Wenn du kein Thai-Basilikum bekommst, kannst du auch normales Basilikum verwenden. Der Geschmack ist zwar etwas anders, aber immer noch lecker. Und wer keine Fischsauce mag, kann stattdessen Sojasauce verwenden – dann wird das Curry sogar vegetarisch!

Vorbereitung vor dem Kochen

Bevor du mit der Zubereitung beginnst, bereite folgende Schritte vor:

  • Schritt 1: Gemüse vorbereiten

    Wasche das Gemüse gründlich. Schneide die Zucchini in halbmondförmige Scheiben, die Paprika in Streifen und entferne bei den Zuckerschoten die Enden und eventuelle Fäden.

  • Schritt 2: Hähnchen vorbereiten

    Schneide die Hähnchenbrust in gleichmäßige, etwa fingerdicke Streifen. So garen sie gleichmäßig und bleiben schön saftig.

  • Schritt 3: Kräuter vorbereiten

    Zupfe die Blätter vom Thai-Basilikum und hacke den Koriander grob. Wenn du Kaffir-Limettenblätter verwendest, reibe sie kurz zwischen den Händen, um das Aroma freizusetzen.

Zubereitung

Schritt 1: Currypaste anbraten

Erhitze einen Wok oder eine große Pfanne bei mittlerer Hitze. Gib die dickere Kokoscreme (den festen Teil der ungeschüttelten Kokosmilch) hinein und lasse sie einkochen, bis sie anfängt, Öl abzusondern und Blasen zu bilden. Das dauert etwa 2-3 Minuten. Füge nun die grüne Currypaste hinzu und brate sie unter ständigem Rühren an, bis sie intensiv duftet – etwa 1-2 Minuten. Dieser Schritt ist entscheidend für das Aroma!

Schritt 2: Hähnchen garen

Gib die Hähnchenstreifen in die Pfanne und brate sie unter gelegentlichem Rühren an, bis sie von außen weiß sind. Sie müssen noch nicht vollständig durchgegart sein. Gieße dann die restliche Kokosmilch dazu und lasse alles einmal aufkochen.

Schritt 3: Gemüse hinzufügen

Füge nun das vorbereitete Gemüse hinzu, beginnend mit den festeren Sorten (Paprika, Zucchini). Lasse alles etwa 5 Minuten köcheln, bevor du die zarteren Zuckerschoten hinzugibst. Wenn du Kaffir-Limettenblätter verwendest, gib sie jetzt dazu.

Schritt 4: Würzen und abschmecken

Füge Fischsauce und Palmzucker hinzu und lasse alles weitere 3-4 Minuten köcheln, bis das Gemüse bissfest und das Hähnchen durchgegart ist. Gib zum Schluss den Limettensaft und die Hälfte des Thai-Basilikums dazu. Rühre alles gut um und schmecke ab – das Curry sollte eine ausgewogene Balance aus salzig (Fischsauce), süß (Palmzucker), sauer (Limette) und scharf (Currypaste) haben. Passe die Würzung nach Bedarf an.

Schritt 5: Servieren

Serviere das Curry heiß mit Jasminreis. Streue den restlichen Thai-Basilikum und den gehackten Koriander darüber. In Thailand wird das Curry oft mit einer frischen Chilischote garniert – aber das ist natürlich optional und hängt von deiner Vorliebe für Schärfe ab!

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Varianten & Ideen

Vegetarisches Curry mit Tofu

Vegetarisches grünes Curry mit Tofu und Gemüse

Ersetze das Hähnchen durch 400g festen Tofu, den du vorher in Würfel schneidest und kurz anbrätst. Verwende statt Fischsauce Sojasauce oder eine vegane Fischsauce-Alternative.

Meeresfrüchte-Curry

Grünes Curry mit verschiedenen Meeresfrüchten

Verwende statt Hähnchen eine Mischung aus Garnelen, Muscheln und Fischfilet (insgesamt etwa 500g). Beachte, dass Meeresfrüchte schneller garen – füge sie erst kurz vor Ende der Garzeit hinzu.

Rindfleisch-Curry

Grünes Curry mit zartem Rindfleisch

Nimm 500g dünn geschnittenes Rindfleisch (z.B. Hüfte) und mariniere es vorher 30 Minuten in 1 EL Sojasauce und 1 TL Zucker. Das Fleisch braucht etwas länger zum Garen als Hähnchen.

Wie schmeckt dir dieses Curry?

4.7
von 42 Bewertungen
Geschmack
4.8
Einfachheit
4.5
Authentizität
4.7

Serviervorschläge und Beilagen

Ein gutes grünes Curry ist ein Erlebnis für sich, aber mit den richtigen Beilagen wird es zum Festmahl. Hier sind meine liebsten Kombinationen:

Beilage Beschreibung Schwierigkeitsgrad
Jasminreis Der klassische Begleiter, der die Schärfe des Currys perfekt ausbalanciert Einfach
Kokosreis Jasminreis in Kokosmilch gekocht – eine aromatische Alternative Einfach
Roti-Brot Flaches, in Butter gebratenes Brot – perfekt zum Auftunken der Sauce Mittel
Gurken-Salat Erfrischender Salat aus Gurken, Limette und Chili als Kontrast Einfach

Tipp für Gäste

Wenn du Gäste bewirten möchtest, stelle verschiedene Schälchen mit Toppings bereit: frische Chilis, gehackten Koriander, geröstete Erdnüsse und Limettenspalten. So kann jeder sein Curry nach eigenem Geschmack verfeinern!

Grünes Thai Curry serviert mit verschiedenen Beilagen

Häufige Fehler vermeiden

Auch wenn grünes Curry recht einfach zuzubereiten ist, gibt es ein paar typische Stolperfallen, die den Unterschied zwischen einem guten und einem fantastischen Curry ausmachen können:

Diese Fehler solltest du vermeiden

  • Currypaste nicht anbraten: Die Paste muss in der Kokoscreme angebraten werden, um ihr volles Aroma zu entfalten. Dieser Schritt ist entscheidend!
  • Zu viel Flüssigkeit: Ein authentisches Thai Curry hat eine dickere, cremige Konsistenz. Wenn es zu dünn wird, einfach etwas länger einkochen lassen.
  • Zu wenig würzen: Sei mutig mit Fischsauce, Limette und Zucker. Die Balance dieser Geschmacksrichtungen macht den Charakter des Currys aus.
  • Gemüse überkochen: Das Gemüse sollte bissfest bleiben und nicht zu einer matschigen Masse werden. Füge es daher erst gegen Ende der Garzeit hinzu.

Vorsicht bei der Schärfe!

Wenn du zum ersten Mal mit grüner Currypaste arbeitest, fange mit einer kleineren Menge an (1-2 EL) und schmecke ab. Du kannst immer mehr hinzufügen, aber die Schärfe wieder herauszubekommen ist fast unmöglich!

Als ich in Thailand kochen lernte, sagte meine Lehrerin immer: "Das Curry muss tanzen auf der Zunge – süß, sauer, salzig, scharf – alles in Balance." Nimm dir Zeit zum Abschmecken und justieren, das ist der Schlüssel zum perfekten Curry.

Mein Fazit: Grünes Curry selbst zubereiten ist einfacher als gedacht!

Als ich zum ersten Mal versuchte, grünes Curry selbst zuzubereiten, war ich überrascht, wie einfach es eigentlich ist. Natürlich braucht es ein paar Versuche, bis man die perfekte Balance der Aromen findet, aber genau das macht das Kochen ja so spannend! Mit den Tipps und Tricks aus diesem Beitrag sollte dir ein authentisches grünes Thai Curry gelingen, das dich und deine Gäste begeistern wird.

Das Schöne an diesem Gericht ist seine Vielseitigkeit – du kannst es nach Herzenslust anpassen, mit verschiedenen Proteinen und Gemüsesorten experimentieren und so immer wieder neue Geschmackserlebnisse schaffen. Ich hoffe, du hast genauso viel Freude beim Zubereiten und Genießen wie ich!

Hast du das Rezept ausprobiert oder eigene Variationen entwickelt? Ich freue mich auf deine Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren!

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Dampfendes grünes Thai Curry in einer Schale serviert mit Jasminreis und frischen Kräutern

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