Fragen und Anworten zu Schwarzen Pfeffer

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Schwarzer Pfeffer, botanisch als Piper nigrum bekannt, ist eines der am häufigsten verwendeten Gewürze weltweit und stammt ursprünglich aus Südindien. Er wird aus den unreifen, grünen Früchten der Pfefferpflanze gewonnen, die anschließend fermentiert und getrocknet werden. Durch diesen Prozess erhalten die Pfefferkörner ihre charakteristische schwarze Farbe und entwickeln ein starkes, scharfes Aroma.

Schwarzer Pfeffer ist sowohl in ganzen Körnern als auch gemahlen erhältlich und wird in der Küche vielseitig eingesetzt – von der Verfeinerung von Fleisch- und Gemüsegerichten bis hin zum Würzen von Saucen und Marinaden. Neben seiner Rolle als Geschmacksverstärker wird schwarzer Pfeffer auch einige gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben, darunter entzündungshemmende und antioxidative Wirkungen.

In der traditionellen Medizin wird er seit Jahrhunderten verwendet, um eine Vielzahl von Beschwerden zu behandeln.

FAQ

Schwarzer Pfeffer, botanisch Piper nigrum genannt, ist eines der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Gewürze weltweit. Er stammt von der Pfefferpflanze, die ursprünglich aus Südindien stammt und heute in verschiedenen tropischen Regionen angebaut wird. Die Gewinnung von schwarzem Pfeffer beginnt mit der Ernte der noch unreifen, grünen Früchte der Pfefferpflanze. Diese werden in Bündeln von den Ranken geschnitten und anschließend getrocknet, wodurch sie schrumpfen und die charakteristische schwarze, runzelige Oberfläche erhalten. Während des Trocknungsprozesses fermentieren die Früchte auch leicht, was zur Entwicklung des typischen scharfen Pfefferaromas beiträgt. Nach dem Trocknen werden die Pfefferkörner von eventuellen Stielen und anderen Verunreinigungen befreit und können dann ganz, gebrochen oder gemahlen als Gewürz verwendet werden. Schwarzer Pfeffer wird weltweit in der Küche verwendet und ist für seine würzige Schärfe sowie seine verdauungsfördernden Eigenschaften bekannt.

Der Schwarze Pfeffer ist nicht nur ein weitverbreitetes Gewürz, das Speisen weltweit Würze verleiht, sondern bietet auch eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen. Piperin, der Hauptwirkstoff in schwarzem Pfeffer, ist für seine therapeutischen Eigenschaften bekannt. Es fördert die Verdauung, indem es die Sekretion von Verdauungssäften anregt und somit Beschwerden wie Blähungen und Verdauungsstörungen lindern kann. Zudem hat Piperin eine bioverstärkende Wirkung, was bedeutet, dass es die Aufnahme bestimmter Nährstoffe wie Selen, B-Vitamine und Beta-Carotin verbessert. Darüber hinaus besitzt schwarzer Pfeffer antioxidative Eigenschaften, die dazu beitragen können, freie Radikale zu bekämpfen und Zellschäden zu verhindern. Dies ist wichtig für die Prävention von Krankheiten und die Aufrechterhaltung der allgemeinen Gesundheit. Es gibt auch Hinweise darauf, dass schwarzer Pfeffer entzündungshemmend wirken kann, was bei der Behandlung von Zuständen wie Arthritis hilfreich sein könnte. Die antimikrobielle Wirkung von schwarzem Pfeffer könnte ebenfalls zur Unterstützung des Immunsystems beitragen und bei der Bekämpfung von Infektionen nützlich sein. Außerdem wird angenommen, dass Piperin den Stoffwechsel anregt und somit beim Gewichtsmanagement helfen kann. Diese Effekte machen schwarzen Pfeffer zu einem wertvollen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung und zu einem interessanten Gegenstand weiterer Forschung im Bereich der Ernährungswissenschaften und Medizin.

Schwarzer, weißer und grüner Pfeffer stammen alle von der Pflanze Piper nigrum, unterscheiden sich jedoch in ihrer Verarbeitung und Reifezeit. Schwarzer Pfeffer wird aus den unreifen, grünen Früchten der Pfefferpflanze gewonnen, die getrocknet werden, bis sie schrumpfen und die charakteristische schwarze, runzelige Oberfläche entwickeln. Dieser Prozess intensiviert das scharfe Aroma und verleiht dem schwarzen Pfeffer seinen typischen Geschmack. Weißer Pfeffer hingegen wird aus reifen Früchten hergestellt. Die Beeren werden eingeweicht, um das äußere Fruchtfleisch zu entfernen, und anschließend getrocknet. Das Ergebnis sind hellere Körner mit einem weniger intensiven, aber feineren Geschmack und einer leicht anderen Aromenkomposition. Grüner Pfeffer wird aus denselben unreifen Früchten wie schwarzer Pfeffer gewonnen, diese werden jedoch frisch oder in Essig eingelegt verkauft, um die grüne Farbe zu erhalten. Der grüne Pfeffer hat eine frischere, fruchtigere Note und ist weniger scharf als der schwarze Pfeffer. In der Küche werden diese Pfeffersorten je nach gewünschtem Geschmacksprofil und visuellem Effekt in verschiedenen Gerichten verwendet.

Der Konsum von schwarzem Pfeffer in normalen kulinarischen Mengen gilt im Allgemeinen als sicher für die meisten Menschen. Schwarzer Pfeffer, der als Gewürz in verschiedenen Speisen verwendet wird, kann jedoch bei einigen Individuen Nebenwirkungen hervorrufen, insbesondere wenn er in großen Mengen konsumiert wird. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen Magenreizungen, Sodbrennen und gastrointestinale Beschwerden, da Pfeffer eine reizende Wirkung auf die Schleimhäute haben kann. Bei Personen mit Magengeschwüren oder Verdauungsproblemen könnte schwarzer Pfeffer die Symptome verschlimmern. Zudem kann schwarzer Pfeffer bei einigen Menschen allergische Reaktionen auslösen, die sich durch Symptome wie Hautausschlag, Niesen oder Asthma äußern können. Personen, die eine bekannte Allergie gegen Pfeffer oder andere Gewürze haben, sollten vorsichtig sein. Es gibt auch Hinweise darauf, dass schwarzer Pfeffer die Aufnahme bestimmter Medikamente beeinflussen kann, indem er die Bioverfügbarkeit erhöht. Piperin, ein Alkaloid in schwarzem Pfeffer, ist bekannt dafür, dass es den Stoffwechsel von Medikamenten im Körper verändern kann. Daher sollten Personen, die Medikamente einnehmen, Rücksprache mit einem Arzt halten, bevor sie ihre Ernährung um große Mengen schwarzen Pfeffers ergänzen. Insgesamt ist der mäßige Verzehr von schwarzem Pfeffer als Teil einer ausgewogenen Ernährung unbedenklich und kann sogar gesundheitliche Vorteile bieten, wie die Förderung der Verdauung und die Aufnahme von Nährstoffen. Wie bei jedem Nahrungsmittel sollte jedoch auf die Reaktion des eigenen Körpers geachtet und bei Unverträglichkeiten oder bestehenden Gesundheitsbedingungen ein Arzt konsultiert werden.

Um die Frische von schwarzem Pfeffer zu bewahren, ist es wichtig, ihn richtig zu lagern. Schwarzer Pfeffer sollte in einem luftdichten Behälter aufbewahrt werden, um ihn vor Feuchtigkeit und Luft zu schützen, die beide die Aromen und ätherischen Öle des Pfeffers beeinträchtigen können. Idealerweise sollte der Behälter an einem kühlen, trockenen Ort fern von direkter Sonneneinstrahlung gelagert werden. Küchenschränke, die nicht in der Nähe von Wärmequellen wie Öfen oder Spülmaschinen liegen, eignen sich gut. Vermeiden Sie es auch, den Pfeffer in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln zu lagern, da Gewürze dazu neigen, Gerüche aus ihrer Umgebung aufzunehmen. Ganze Pfefferkörner halten länger frisch als gemahlener Pfeffer und behalten ihre Aromen besser bei, wenn sie erst kurz vor Gebrauch gemahlen werden. Wenn diese Lagerungshinweise befolgt werden, kann schwarzer Pfeffer seine Qualität und Frische über einen längeren Zeitraum behalten.

Schwarzer Pfeffer ist aufgrund seines kräftigen, scharfen Geschmacks und seiner vielseitigen Verwendbarkeit eines der beliebtesten Gewürze in Küchen weltweit. Er kann in einer Vielzahl von Gerichten verwendet werden, um ihnen eine pikante Tiefe zu verleihen. Zu den klassischen Gerichten, die mit schwarzem Pfeffer verfeinert werden können, gehören Fleischgerichte wie Steaks, Braten und Schmorgerichte, bei denen der Pfeffer die herzhaften Aromen unterstreicht. Auch in der Suppen- und Saucenzubereitung ist schwarzer Pfeffer unverzichtbar, da er den Geschmack von Tomatensuppen, cremigen Suppen oder dunklen Soßen abrundet. Pasta- und Risottogerichte gewinnen ebenfalls durch eine Prise frisch gemahlenen Pfeffers an Geschmack. In der vegetarischen Küche kann schwarzer Pfeffer Gemüsepfannen, Salatdressings und Tofugerichten eine würzige Note verleihen. Selbst in einigen Desserts, wie beispielsweise in Pfeffer-Schokoladenkreationen oder Fruchtkompotts, kann eine kleine Menge schwarzen Pfeffers überraschend harmonische Kontraste setzen. Kurz gesagt, schwarzer Pfeffer ist ein Allrounder in der Küche, der nahezu jedes Gericht geschmacklich bereichern kann.

Die Qualität von schwarzem Pfeffer lässt sich anhand mehrerer Faktoren erkennen. Zunächst ist das Aroma ein entscheidender Indikator; hochwertiger schwarzer Pfeffer sollte einen starken, charakteristischen Duft haben, der sowohl würzig als auch leicht scharf ist. Die Körner sollten voll und schwer sein, was darauf hindeutet, dass sie noch ihre ätherischen Öle enthalten, die für das Aroma und den Geschmack verantwortlich sind. Die Farbe der Pfefferkörner ist ebenfalls ein Qualitätsmerkmal; sie sollten gleichmäßig schwarz oder dunkelbraun sein ohne graue oder helle Flecken. Des Weiteren kann man die Qualität auch durch eine Geschmacksprobe beurteilen. Hochwertiger Pfeffer wird einen komplexen Geschmack haben, der sowohl pikant als auch leicht brennend ist, und sollte einen lang anhaltenden Nachgeschmack hinterlassen. Schließlich ist die Herkunft des Pfeffers ein Qualitätsmerkmal; bestimmte Regionen sind für die Produktion von besonders hochwertigem schwarzen Pfeffer bekannt, wie zum Beispiel die Malabarküste in Indien oder Kampot in Kambodscha. Ein Zertifikat oder Siegel kann zusätzlich die Qualität und Herkunft bestätigen.

Der Anbauort hat einen wesentlichen Einfluss auf den Geschmack von schwarzem Pfeffer, ähnlich wie bei Wein, bei dem das Terroir – also die Gesamtheit der Umweltbedingungen, in denen die Pflanze wächst – eine entscheidende Rolle spielt. Die Faktoren, die das Terroir ausmachen, umfassen das Klima, die Bodenbeschaffenheit und die Höhenlage, sowie die spezifischen Anbaumethoden und die Traditionen der jeweiligen Region. In tropischen Regionen mit viel Niederschlag und hoher Luftfeuchtigkeit, wie beispielsweise in Südindien oder Indonesien, entwickeln Pfefferpflanzen in der Regel ein reiches Aroma mit einer ausgewogenen Schärfe. Der Boden in diesen Gebieten ist oft reich an organischen Materialien, was zu einem vollmundigen Geschmack führt. Die Höhenlage kann auch den Geschmack beeinflussen; Pfeffer aus höher gelegenen Gebieten neigt dazu, ein komplexeres Aromaprofil mit einer subtileren Schärfe zu haben. Die Sonneneinstrahlung spielt ebenfalls eine Rolle; in Gebieten mit starker Sonneneinstrahlung reifen die Pfefferkörner schneller und entwickeln eine intensivere Schärfe. Die Art der Ernte und die Nachbearbeitung, einschließlich des Trocknungsprozesses, sind ebenfalls entscheidend für das Endprodukt. Langsames Trocknen an der Sonne kann beispielsweise dazu führen, dass der Pfeffer sein volles Aromaspektrum entfaltet. Darüber hinaus kann die lokale Flora das Aroma des Pfeffers beeinflussen. Pflanzen, die in der Nähe von Fruchtbäumen oder anderen aromatischen Gewächsen wachsen, können subtile Geschmacksnoten von diesen aufnehmen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Anbauort über das Terroir den Geschmack von schwarzem Pfeffer prägt und für die Vielfalt an Geschmacksprofilen sorgt, die Kenner auf der ganzen Welt schätzen. Jede Region bringt ihre einzigartigen Eigenschaften ein, was zu einem Spektrum an Pfeffersorten führt, von mild und aromatisch bis hin zu scharf und pikanter.

Ja, es gibt tatsächlich verschiedene Sorten von schwarzem Pfeffer, die sich in Geschmack, Schärfe und Aroma unterscheiden. Diese Variationen entstehen durch unterschiedliche Anbauorte, Erntezeiten und Verarbeitungsmethoden. Einige der bekanntesten Sorten sind der Tellicherry-Pfeffer, der oft als einer der besten schwarzen Pfeffer angesehen wird und aus der indischen Region Kerala stammt. Er zeichnet sich durch ein besonders intensives Aroma aus. Der Malabar-Pfeffer, ebenfalls aus Indien, ist bekannt für sein vollmundiges Aroma. Der Lampong-Pfeffer aus Indonesien hingegen ist für seine schärfere Note bekannt. Der Sarawak-Pfeffer aus Malaysia bietet ein milderes Aroma und wird oft für feinere Speisen verwendet. Es gibt auch den Vietnamesischen Pfeffer, der eine ausgeprägte Schärfe besitzt, und den brasilianischen Pfeffer, der oft als weniger komplex im Geschmack beschrieben wird. Jede dieser Sorten kann je nach persönlicher Vorliebe und kulinarischem Einsatzgebiet ausgewählt werden, um den Gerichten eine besondere Note zu verleihen.

Die Frage nach dem besten schwarzen Pfeffer lässt sich nicht pauschal beantworten, da die Vorlieben und Anforderungen individuell sehr unterschiedlich sein können. Allerdings gibt es einige hochgeschätzte Sorten, die für ihre Qualität und ihr einzigartiges Aroma bekannt sind. Zu den renommiertesten zählen der Tellicherry-Pfeffer aus Indien, der als besonders aromatisch gilt und eine komplexe Schärfe aufweist. Der Malabar-Pfeffer, ebenfalls aus Indien, ist für sein vollmundiges Aroma bekannt. Der Kampot-Pfeffer aus Kambodscha wird für seine außergewöhnliche Geschmacksnote und seine geschützte Herkunftsbezeichnung geschätzt. Bei der Auswahl des besten schwarzen Pfeffers sollte man auf Frische und Herkunft achten. Ganze Pfefferkörner, die kurz vor der Verwendung gemahlen werden, bieten das intensivste Aroma. Letztendlich ist der beste schwarze Pfeffer derjenige, der den persönlichen Geschmack am besten trifft und in Harmonie mit den zubereiteten Speisen steht.

Ja, schwarzer Pfeffer kann in der Schwangerschaft konsumiert werden, allerdings sollte dies in Maßen geschehen. Schwarzer Pfeffer, der in normalen Mengen verwendet wird, wie man ihn zum Würzen von Speisen benutzt, ist im Allgemeinen unbedenklich. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass übermäßiger Konsum von scharfen Gewürzen, einschließlich schwarzem Pfeffer, zu Magenbeschwerden oder Sodbrennen führen kann, was bei einigen schwangeren Frauen häufiger vorkommen kann. Darüber hinaus sollten schwangere Frauen darauf achten, dass ihre Ernährung ausgewogen und nährstoffreich ist, um die Gesundheit des Fötus zu gewährleisten. Bei spezifischen gesundheitlichen Bedenken oder einer Vorgeschichte von Komplikationen in der Schwangerschaft ist es ratsam, einen Arzt oder eine Ernährungsberaterin zu konsultieren, bevor man Änderungen an der Ernährung vornimmt.

Schwarzer Pfeffer gilt allgemein als veganes Gewürz. Er stammt von der Pfefferpflanze (Piper nigrum), einer Kletterpflanze, die in tropischen Klimazonen angebaut wird. Die Pfefferkörner, die wir als Gewürz verwenden, sind eigentlich die getrockneten Früchte dieser Pflanze. Da sie rein pflanzlichen Ursprungs sind und keine tierischen Produkte oder Nebenprodukte enthalten, sind sie für eine vegane Ernährung geeignet. Darüber hinaus ist die Verarbeitung von schwarzem Pfeffer typischerweise mechanisch, wodurch er von der Ernte bis zur Verpackung frei von tierischen Kontaminationen bleibt. Allerdings sollten Veganer darauf achten, dass bei der Verarbeitung und Verpackung des schwarzen Pfeffers keine Kreuzkontamination mit nicht-veganen Stoffen stattfindet, insbesondere wenn sie strenge vegane Standards einhalten.

Schwarzer Pfeffer ist eine vielseitige Zutat, die in der Küche weit mehr als nur eine Rolle als einfaches Gewürz spielen kann. Durch seine scharfen und zugleich warmen Aromen kann er sowohl in herzhaften als auch in süßen Gerichten eingesetzt werden, um diesen eine pikante Note zu verleihen. In der kreativen Küche kann schwarzer Pfeffer beispielsweise in Kombination mit Früchten wie Erdbeeren oder Ananas verwendet werden, um Konfitüren und Chutneys eine überraschende Schärfe zu verleihen. Auch in Schokoladendesserts oder in Kombination mit Karamell kann er für einen interessanten Geschmackskontrast sorgen. Darüber hinaus kann schwarzer Pfeffer auch als Hauptbestandteil von Marinaden und Rubs für Fleisch und Fisch dienen, wobei er hier oft mit Kräutern wie Rosmarin, Thymian oder Koriander sowie weiteren Gewürzen wie Paprika oder Knoblauch kombiniert wird. In der modernen Küche findet man auch Pfeffer in Eiscremes oder Sorbets, wo er eine erfrischende Schärfe beisteuert, die besonders an heißen Tagen für eine angenehme Geschmacksexplosion sorgt. Ein weiterer kreativer Einsatz von schwarzem Pfeffer ist das Rösten der ganzen Pfefferkörner vor der Verwendung, um das Aroma zu intensivieren und eine leicht rauchige Note zu erzeugen. Diese Technik eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Currypulvern oder für die Verfeinerung von Saucen und Suppen. Auch in der Patisserie kann durch das Mörsern von frisch geröstetem Pfeffer ein intensives Aroma erzeugt werden, das Gebäcken und Cremes eine außergewöhnliche Tiefe verleiht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass schwarzer Pfeffer weit mehr als nur ein Alltagswürzmittel ist und durch kreative Anwendungsmethoden in der Küche zu einem wahren Geschmackserlebnis beitragen kann. Ob als subtile Schärfe in Süßspeisen oder als markantes Aroma in herzhaften Gerichten – schwarzer Pfeffer bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten für experimentierfreudige Köche und Gourmets.

In der ayurvedischen Medizin spielt schwarzer Pfeffer, bekannt als "Piper nigrum", eine zentrale Rolle als Heilpflanze. Traditionell wird er wegen seiner anregenden Eigenschaften für Agni, das Verdauungsfeuer, geschätzt. Schwarzer Pfeffer wird eingesetzt, um die Verdauung zu stärken, Toxine (Ama) zu reduzieren und den Stoffwechsel anzuregen. Er besitzt eine scharfe (Katu) Geschmacksrichtung und wirkt erhitzend, was dazu beiträgt, Kapha- und Vata-Doshas auszugleichen. Darüber hinaus wird ihm eine karminative Wirkung zugeschrieben, die Blähungen und Verdauungsstörungen lindern kann. Die aktive Komponente von schwarzem Pfeffer, Piperin, ist für seine therapeutischen Effekte verantwortlich. Piperin erhöht die Bioverfügbarkeit anderer Nährstoffe und Heilsubstanzen, wie zum Beispiel Kurkumin aus Kurkuma, was bedeutet, dass es deren Absorption im Körper verbessert. Dies macht schwarzen Pfeffer zu einem wichtigen Bestandteil vieler ayurvedischer Formulierungen und Rezepte. Neben der Verdauungsförderung wird schwarzer Pfeffer auch zur Unterstützung der Atemwege und zur Linderung von Husten eingesetzt. Seine antioxidativen Eigenschaften tragen zum Schutz der Zellen bei und können das Immunsystem stärken. Trotz seiner vielen Vorteile sollte schwarzer Pfeffer in Maßen verwendet werden, da seine intensive Schärfe für manche Menschen irritierend sein kann, insbesondere wenn ein Ungleichgewicht des Pitta-Doshas vorliegt. In der ayurvedischen Praxis wird die Dosierung individuell angepasst, um die Balance der drei Doshas zu fördern und die Gesundheit des Einzelnen zu unterstützen.

Die Schärfe, die in Pfeffer enthalten ist, wird hauptsächlich durch den Inhaltsstoff Piperin verursacht. Piperin ist ein Alkaloid, das für den charakteristischen scharfen Geschmack des Pfeffers verantwortlich ist. Dieser Stoff aktiviert spezielle Rezeptoren in der Mundschleimhaut, die normalerweise auf Hitze reagieren, wodurch das scharfe Gefühl entsteht, das wir beim Verzehr von Pfeffer empfinden. Neben seiner Rolle in der Küche als Geschmacksverstärker wird Piperin auch in der Medizin wegen seiner potenziellen gesundheitsfördernden Eigenschaften erforscht.

Pfeffer ist eine der ältesten und bekanntesten Gewürze der Welt. Es gibt verschiedene Arten von Pfeffer, die aus der Pflanzengattung Piper stammen. Die am häufigsten verwendeten sind schwarzer, weißer, grüner und roter Pfeffer, die alle von der Pflanze Piper nigrum stammen und sich hauptsächlich in ihrem Reifegrad und ihrer Verarbeitung unterscheiden. Schwarzer Pfeffer wird aus unreifen, grünen Früchten gewonnen, die getrocknet werden, bis sie schrumpfen und schwarz werden. Weißer Pfeffer entsteht aus vollreifen Früchten, bei denen das äußere Fruchtfleisch entfernt wird, sodass nur der innere Kern zurückbleibt. Grüner Pfeffer wird aus den gleichen unreifen Früchten wie schwarzer Pfeffer gewonnen, jedoch werden diese in Salzwasser eingelegt oder gefriergetrocknet, um ihre grüne Farbe zu bewahren. Roter Pfeffer besteht aus reifen Beeren, die ähnlich wie grüner Pfeffer behandelt werden, um ihre rote Farbe zu erhalten. Neben diesen gängigen Sorten gibt es auch andere Pfefferarten wie den Langen Pfeffer (Piper longum) und den Szechuanpfeffer (Zanthoxylum), der eigentlich nicht zur Gattung Piper gehört, sondern zur Familie der Rautengewächse zählt und sich durch ein einzigartiges Zitrusaroma auszeichnet. Insgesamt existieren über 1000 Arten innerhalb der Familie der Piperaceae, aber nur wenige davon haben eine Bedeutung als Gewürz erlangt. Die Vielfalt des Pfeffers bietet eine breite Palette an Geschmacksrichtungen und Schärfegraden, die in Küchen weltweit geschätzt werden.

Der Pfeffer, der einen zitronigen Geschmack aufweist, ist der sogenannte Zitronenpfeffer oder auch Citruspfeffer genannt. Es handelt sich dabei um eine Gewürzmischung, die neben gemahlenem schwarzen oder weißen Pfeffer auch getrocknete Zitronenschalen und oft weitere Zutaten wie Koriander, Zwiebel, Salz und manchmal auch Chiliflocken enthält. Diese Mischung verleiht Speisen eine frische, zitrusartige Note und eignet sich besonders für Fischgerichte, Geflügel und Gemüse. Eine weitere Variante ist der Szechuanpfeffer, der zwar nicht direkt zitronig schmeckt, jedoch eine einzigartige Zitrusnote besitzt und in der chinesischen Küche verwendet wird. Er gehört jedoch botanisch nicht zur Familie der Pfeffer und hat eine leicht betäubende Schärfe.